Kurt-Hackenberg-Preis

Namensgeber

Kurt Hackenberg (1914 – 1981) wurde im Dezember 1955 Beigeordneter für Kunst und Kultur der Stadt Köln und blieb in diesem Amt bis 1979. Von 1979 bis 1981 war er Ratsmitglied der Gemeinde Odenthal.

Kurt Hackenberg wurde am 22.9.1914 als Sohn eines Fabrikanten in Wuppertal Barmen geboren. 1934 machte er sein Abitur. Nach einer dreijährigen kaufmännischen Lehre studierte er von 1937 bis 1940 Geschichte, Kunstgeschichte, Germanistik, Zeitungs- und Theaterwissenschaften an den Universitäten Berlin und Köln. Am 6.12.1940 promovierte er zum Dr. phil. Vom 4.2.1941 bis Kriegsende war er Soldat, vom 10.5. bis 15.8.1945 in französischer Kriegsgefangenschaft.

Kurz nach dem Krieg trat er der FDP bei. Nach zweijähriger Mitgliedschaft und drei parteilosen Jahren entschied er sich für die SPD, eigentlich für deren Kulturpolitik. 1945/46 betätigte er sich zunächst als freier Journalist. Am 1.7.1946 übernahm er die Leitung des Presse- und Werbeamtes der Stadt Wuppertal und ab 1.12.1955 die des Kulturdezernates der Stadt Köln. Nach Ablauf der ersten Amtsperiode wurde er 1967 erneut für die Dauer von 12 Jahren zum Kulturdezernenten gewählt. Im Juli 1974 wurde ihm zusätzlich bis zur endgültigen Besetzung die freie Stelle des Schuldezernenten übertragen. Dem Deutschen Städtetag war er als langjähriges Mitglied des Kulturausschusses, dem Städtetag Nordrhein Westfalen als Vorsitzender des Kulturausschusses verbunden. Weiter gehörte er als Vertreter des Deutschen Städtetages der Deutschen Unesco-Kommission an.

Kurt Hackenberg war Träger des Komturkreuzes des Ordens der Sonne von Peru (1969), des Offizierkreuzes des Verdienstordens der Italienischen Republik (1967) und des Offizierkreuzes des Ordens „Leopold II.“ (1973). Kurz vor Erreichung der Pensionsgrenze trat er am 31.5.1979 in den Ruhestand. Bis zuletzt arbeitete er an der Vorbereitung einer Ausstellung über Industriekultur des Landes Nordrhein Westfalen.
Kurt Hackenberg starb am 28.2.1981 in Wuppertal.

Quelle: www.archive.nrw.de

Kriterien

Die Jury nominiert jährlich maximal 10 Stücke, um dann aus diesen den Preisträger zu bestimmen. Nominiert werden kann eine Produktion des Schauspielhauses, der freien und Privat-Theater oder einer freien Gruppe, sofern deren Arbeitsmittelpunkt Köln ist, die Produktion mindestens 5 x zur Aufführung kommt und im Nominierungs-Jahr Premiere hat.

In die Auswahl kann alles auf einer Bühne Vorgestellte und Dargebrachte kommen, das eine theatralische Aufbereitung erfahren hat. Der Preis kann gesplittet und auch ausgesetzt werden und kann an die Produktion, ein einzelnes Ensemblemitglied oder einen Autor/eine Autorin verliehen werden. Der/die jeweilige Sieger/in bleibt bis zur Preisvergabe geheim.

Im Auftrag der Freien Volksbühne Köln wurde ein Konzeptions-Papier zum Thema „Politisches Theater“ erarbeitet, das eine Reihe inhaltlicher Kriterien für die Beurteilung von Stücken in Bezug auf die Preisvergabe darlegt.

Die Autoren sind Hans-Georg Lützenkirchen, Politologe und Autor, sowie der Regisseur und Kulturmanager Gregor Leschig.

Das Papier können Sie hier einsehen

Die Jury

Die Jurymitglieder sind (in alphabetischer Reihenfolge):

Dr. Sandra Nuy, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Siegen (Politik- und Medienwissenschaft), Promotion mit einer Arbeit über die Dramen Arthur Schnitzlers im Fernsehen; Publikationen zur deutsch-jüdischen Kulturgeschichte, Theater und Medien, seit 1989 auch freiberufliche Arbeiten als Kulturjournalistin und Dramaturgin.

H.-Georg Lützenkirchen, freiberuflicher Politologe und Autor; Arbeiten zu Theorie und Praxis der politischen/kulturellen Erwachsenenbildung; Dramaturg bei freien Theaterproduktionen; Literatur-/Theaterkritik.

Mia Helmis, Studienrätin (Politik, Sozialwissenschaften, Deutsch); Vorstandsmitglied der SPD Ehrenfeld, Schatzmeisterin im Bundesvorstand der Kulturlogen, GEW-Mitglied (Delegierte auf Bezirks- und Landesebene)

Monica-Mailin Hennecke, Studentin an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der University of St Andrews (Masterstudium „German and Comparative Literature“). Bachelorstudium der Vergleichenden Literaturwissenschaft und Anglistik in Bonn, Erasmusstudium in Schottland.