Historie

Die Geschäftsstelle in der Richmodstraße in Köln, 1932

Kultur für Alle!

Die Freie Volksbühne Köln ist Teil einer Bewegung, die in den 80er und 90er Jahren des 19. Jahrhunderts in Berlin begann mit dem Ziel, ein Theater frei von Theaterzensur und ohne finanziellen Zwang zu begründen und kulturelle Bildung durch das Erleben von theatralen Darbietungen möglichst allen Gesellschaftsschichten anzubieten.

Nach Ende des 1. Weltkriegs wuchs in der Weimarer Republik die Berliner Organisation auf 140.000 Mitglieder an. Auch in anderen Städten bildeten sich Vereine; die Kölner Volksbühne gründet sich 1922. Während des Faschismus wurden die Freien Volksbühnen verboten, aber schon 1946 formierten sich die Organisationen wieder neu. Es herrschten erschwerte Bedingungen mangels Spielmöglichkeiten; Ausweichquartier in Köln war z.B. die Aula der Universität. Dennoch stiegen die Mitgliederzahlen rasant an. Das Bedürfnis nach Kunst, trotz Zerstörung und vielfältiger anderer elementarer Probleme, war bei den Nachkriegsbürgern enorm.

In dieser Zeit erhielt die Freie Volksbühne Köln ein nicht unerhebliches kulturpolitisches Gewicht. Wenngleich dieser Einfluss heute auch geringer ist, trägt die Freie Volksbühne mit Ihrer Arbeit nach wie vor dazu bei, die Kulturlandschaft in Köln zu unterstützen und sorgt für eine Kontinuität der kulturellen Entwicklung beider Seiten, die der Besucher und die der Veranstalter.