Kurt Hackenberg (1914 - 1981) wurde im Dezember 1955 Beigeordneter für Kunst und Kultur der Stadt Köln und blieb in diesem Amt bis 1979.
Von 1979 bis 1981 war er Ratsmitglied der Gemeinde Odenthal.
„Der Kulturdezernent muss nur ein schrecklicher Raubritter seiner eigenen Gesundheit sein. Denn ich muß zu einer Zeit hier anwesend sein, wo die Beamten arbeiten, nämlich zwischen morgens halb acht und nachmittags fünf Uhr, und ich muss außerdem abends da sein, wenn die geistig mehr engagierten Leute aufwachen, so dass mein Tagesablauf meistens hier um viertel nach acht beginnt und abends um viertel nach elf, halb zwölf endet."
Kurt Hackenberg über die Aufgabe eines Kulturdezernenten, Die Zeit, 2. April 1971
„Wenn einmal die Geschichte der Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 geschrieben wird, wird sein Name ziemlich oben stehen. Vermutlich wird man ihm sogar ein ganzes Kapitel widmen müssen. Das ist nicht übertrieben. Während nämlich allzu viele nach Mustern für Kultur und Kunst suchten, hat er auf jede Darlegung von Theorie verzichtet und in Kultur gehandelt."
Hugo Borger, Generaldirektor der Kölner Museen 1981 - 1990
„Die Nachkriegszeit hat in Deutschland einen Typ kultureller Veranstaltungen geschaffen, die immer mehr den Charakter von "Festivals" annehmen und durch die Herstellung großer und bedeutender Namen Attraktionen zu erreichen wünschen, die dem Fremdenverkehr zugute kommen sollen. Solche Veranstaltungen entbehren meistens der geistigen Fundamente und des inneren Zusammenhangs. Festtage, wie sie beispielsweise in Düsseldorf durch die "Belgische Woche" charakterisiert werden, enthalten zwar einige begrüßenswerte Ausstellungen (z.B. James Ensor), sie sind jedoch mit viel primitivem Glanz und Flitter herausgeputzt. Die Anwesenheit prominenter Persönlichkeiten wirkt in einer solchen Umgebung zumeist inopportun. Künstler und Politiker werden eingeladen, um als Staffage solcher Ereignisse zu dienen. Die Stadt Köln sollte sich zukünftig auf Ereignisse konzentrieren, die von Rang und geistigem Fundus zeugen."
Kurt Hackenberg an Oberstadtdirektor Konrad Adenauer 1956